Pionierinnen in Naturwissenschaften und Mathematik
Hildegard von Bingen (1098–1179)
Verfasserin medizinischer, religiöser, kosmologischer und musikalischer Werke
»Aus dem offenen Himmel fuhr blitzend ein feuriges Licht hernieder. Es durchdrang mein Gehirn und setzte mein Herz und die ganze Brust wie eine Flamme in Brand.«
Maria Sibylla Merian (1647–1717)
Wegbereiterin der Insektenkunde
»Der Samen der Flos Pavonis wird gebraucht für Frauen, die Geburtswehen haben und weiterarbeiten sollen. Die Indianer, die nicht gut behandelt werden, wenn sie bei den Holländern im Dienst stehen, treiben ihre Kinder damit ab, damit ihre Kinder keine Sklaven werden, wie sie es sind.«
Literatur im FMT Caroline Herschel (1759–1848)
In der Zusammenarbeit mit ihrem Bruder Wilhelm Entdeckerin zahlreicher Kometen und Nebel
»Ich habe heute einhundert Nebulae berechnet und diesen Abend erblickte ich ein Object, das sich, glaube ich, morgen Nacht als Komet erweisen wird.«
Ada Lovelace (1815–1852)
Pionierin des automatisierten Rechnens
»Von der Kraft meines Schreibstils bin ich selbst wie vom Donner gerührt. Insbesondere scheint er mir ganz untypisch für eine Frau; aber ich kann ihn auch nicht genau mit dem eines Mannes vergleichen.«
Maria Mitchell (1818–1889)
Gründerin der American Association for the Advancement of Women
»Das Wichtigste in den Wissenschaften ist nicht die Mathematik der Logik, sondern die Fantasie, Poesie und Schönheit.«
Sofja Kovalevskaja (1850–1891)
Erste Mathematikprofessorin des modernen Europas
»Viele, die nie Gelegenheit hatten, viel über Mathematik zu lernen, verwechseln sie mit Rechnen und halten sie für eine trockene und kalte Wissenschaft. In Wirklichkeit aber ist sie eine Wissenschaft, die die große Phantasie verlangt.«
Marie Curie (1867–1934)
Nobelpreis für Physik (1903) und für Chemie (1911)
»Sie müssen Ihr Talent entdecken und benutzen. Sie müssen herausfinden, wo Ihre Stärke liegt. Haben Sie den Mut mit Ihrem Kopf zu denken!«
Mileva Einstein-Maric (1875–1948)
Zusammen mit ihrem Mann Albert Einstein Entwicklerin der Relativitätstheorie
»Ein unendliches Glück kann sich der Mensch so gut denken. Und das Unendliche des Raums sollte er fassen können, ich glaub, das müßte noch viel leichter sein.«
Lise Meitner (1878–1968)
Zusammen mit Otto Hahn und Fritz Straßmann Erforscherin der Kernspaltung
»Diese Resultate - so wurde mir klar - öffneten ganz neue wissenschaftliche Wege.«
Literatur im FMT Emmy Noether (1882–1935)
Begründerin der modernen Algebra
»Meine Methoden sind Arbeits- und Auffassungsmethoden und daher anonym überall eingedrungen.«
Barbara McClintock (1902–1992)
Nobelpreis in Medizin (1983) für die Entdeckung der „Springenden Gene“
»Wir haben unsere Umwelt auf furchtbare Weise verschmutzt und verschandelt, und haben uns nicht viel dabei gedacht, weil wir doch Methoden und Techniken der Wissenschaft verwendet haben...«
Maria Goeppert-Mayer (1906–1972)
Nobelpreis in Physik (1963) für ihre Entdeckung der nuklearen Schalenstruktur
»Physik ist wie Rätsellösen. Aber es sind Rätsel, die die Natur geschaffen hat, nicht der menschliche Geist.«
Rosalind Franklin (1920–1958)
Erforscherin der DNA-Doppelhelixstruktur
»Wissenschaft und Alltag können und sollten nicht voneinander getrennt werden. Meiner Ansicht nach vermag die Wissenschaft das Leben nur unzureichend zu erklären.«












