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Chronologie Louise Otto-Peters

26.3.1819

Louise Otto wird als Tochter des Gerichtsdirektors Fürchtegott Wilhelm Otto und der Hausfrau Christiane Charlotte Otto in Meißen geboren. Sie ist die jüngste von vier Töchtern.
1834
Louises Schulausbildung endet mit ihrer Konfirmation, die auf Ihren Wunsch hin um ein Jahr hinausgeschoben wurde.
1835
Mutter und Vater sterben an Tuberkulose. Louise lebt mit zwei ihrer älteren Schwestern in einem Haushalt.
1841
Louise Ottos Verlobter, der Literat Gustav Müller, stirbt an Tuberkulose.
1843
Ottos erster Roman ‚Ludwig der Kellner’ erscheint. In den sächsischen Vaterlandsblättern erscheint ein aufsehenerrengender Leserbrief von Otto, in dem sie erklärt: „Die Teilnahme der Frauen an den Interessen des Staates ist nicht nur ein Recht, sondern eine Pflicht.“ Louise Otto wird unter dem Pseudonym „Otto Stern“ Autorin der Vaterlandsblätter.
1846
In ihrem Aufsatz ‚Die Teilnahme der weiblichen Welt am Staatswesen’ führt Otto den Gedanken ihres Leserbriefes weiter und erklärt: Die weibliche Erziehung und Bildung müsse im Interesse des allgemeinen Fortschritts von Staat und Gesellschaft verbessert werden.
Ottos Roman ‚Schloß und Fabrik’, der Not und Elend der sächsischen WeberInnen und Klöpplerinnen anprangert, erscheint. Er wird zunächst wegen seines „aufrührerischen Inhalts“ konfisziert, darf dann aber zensiert erscheinen.
1847
Ottos ‚Lieder eines deutschen Mädchens’ erscheinen. Die sozialkritischen Gedichte bringen der Autorin den Beinamen ‚Lerche des Vorfrühlings’ ein.
1848
Ottos ‚Adresse eines deutschen Mädchens’ erscheint. Die Autorin ersucht darin den zuständigen Minister und seine Arbeiterkommission, die Situation der Arbeiterinnen zu verbessern, die „noch elender“ sei als die der Arbeiter.
März 1848
Die ‚Deutsche Revolution’ bricht aus.
21.4.1849
Die erste Ausgabe der Frauen-Zeitung erscheint in Leipzig.
1850
Die ‚Lex Otto’ gestattet in Sachsen nur noch männlichen Staatsbürgern die Arbeit in einer Redaktion.
1851
Die Frauen-Zeitung erscheint in Gera.
1852
Die Frauen-Zeitung wird eingestellt.
1858

Louise Otto heiratet den nach sieben Jahren aus der Haft entlassenen Revolutionskämpfer und Journalisten August Peters. Sie wird Leiterin des Feuilletons der Mitteldeutschen Volkszeitung, die Peters herausgibt.
1864
August Peters stirbt an einem Herzleiden. Louise Otto-Peters führt die Mitteldeutsche Volkszeitung zunächst allein weiter.
März 1865
Otto-Peters gründet, gemeinsam mit ihrer Freundin Auguste Schmidt, den "Leipziger Frauenbildungsverein", aus dem weitere Frauenbildungsvereine im ganzen Land hervorgehen.
16.10.1865
Die erste deutsche Frauenkonferenz, organisiert von Otto-Peters, findet in Leipzig statt. Aus ihr geht der "Allgemeine Deutsche Frauenverein" (ADF) hervor. Otto-Peters wird Vorsitzende des ersten Dachverbandes für Frauenorganisationen, der wenige Jahre nach seiner Gründung rund 10.000 Mitglieder hat.
1866
Gemeinsam mit Auguste Schmidt wird Louise Otto-Peters Herausgeberin des ADF-Organs ,Neue Bahnen'. Otto-Peters’ Buch ‚Das Recht der Frauen auf Erwerb’ erscheint. Die Frauenrechtlerin und Sozialistin fordert darin die Abschaffung der Bildungshindernisse für Frauen mit dem Ziel, die Frau besser für ihren naturgegebenen Beruf der Mutter zu qualifizieren.
13.3.1895
Louise Otto-Peters stirbt in Leipzig.