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Chronologie Hedwig Dohm

20.9.1831
Hedwig Dohm wird als Marianne Adelaide Hedwig Jülich in Berlin geboren. Sie ist das dritte uneheliche Kind und die älteste Tochter des Tabakfabrikanten Gustav Adolph Schlesinger und Henriette Wilhelmine Jülich.
1838
Henriette Jülich und Gustav Schlesinger heiraten nach dem Tod von Gustav Schlesinger senior.
1846
Hedwig muss ihre Schulausbildung beenden.
1851
Hedwig besucht ein Lehrerinnenseminar. Gustav Schlesinger lässt den Familiennamen in Schleh ändern.
21.3.1853
Hedwig Schleh heiratet den Kladderadatsch-Redakteur Ernst Dohm, vormals Elias Levy, dessen Familie ebenfalls vom Juden- zum Christentum konvertiert ist.
1854-1860
Hedwig Dohm bringt fünf Kinder zur Welt: einen Sohn und vier Töchter.
1867
Hedwig Dohm veröffentlicht unter dem geschlechtsneutralen Namen ,H. Dohm' ihr erstes Werk: ‚Die spanische Nationalliteratur’.
1869
Der überschuldete Dohm’sche Haushalt wird aufgelöst, Ernst Dohm flieht vor der Schuldhaft nach Weimar. Hedwig Dohm verbringt ein Jahr allein bei ihrer Schwester Anna Schleh in Rom.
1872-1879
Dohms erste vier feministische Essaybände erscheinen: ‚Was die Pastoren von den Frauen denken’, ‚Der Jesuitismus im Hausstande’, ‚Die wissenschaftliche Emancipation der Frau’ und ‚Der Frauen Natur und Recht’.
1883
Ernst Dohm stirbt. Hedwig Dohm bezieht eine Wohnung in der Villa ihrer Tochter Else und ihres Schwiegersohns Hermann Rosenberg.
1888
Gemeinsam mit anderen ‚Radikalen’ gründet Hedwig Dohm den 'Deutschen Frauenverein Reform'. Sie wird ebenfalls Mitglied im radikalen 'Verein Frauenwohl'.
1896
Dohms Roman ‚Sibilla Dalmar’ erscheint und löst in der Berliner Gesellschaft einen Skandal aus. Der Roman ist der erste Teil einer Trilogie, die sich mit den Lebenswegen von Frauen verschiedener Generationen befasst.
1902
In ihrem Buch ‚Die Antifeministen’ analysiert die so oft wegen ihrer Überzeugungen attackierte Feministin die Typologien und Taktiken ihrer Gegner.
1903
Dohms Buch ‚Die Mütter’ erscheint. Hier zieht Dohm die Existenz des Mutterinstinkts und der ‚angeborenen Mutterliebe’ in Zweifel.
1910
In ihrem Werk ‚Erziehung zum Stimmrecht der Frau’ beschreibt sie das Stimmrecht als ersten Schritt auf dem Weg zur Emanzipation.
1917
Dohms letzte größere Veröffentlichung erscheint: In ‚Der Missbrauch des Todes’ attackiert sie Nationalismus und Kriegswahnsinn. Auch in ihrem letzten Text ‚Auf dem Sterbebett’, der wenige Tage vor ihrem Tod in der Vossischen Zeitung erscheint, kommt ihre Verzweiflung über die Gräuel des Krieges zum Ausdruck.
1.6.1919
Hedwig Dohm stirbt im Alter von 87 in Berlin. Ein halbes Jahr zuvor haben die deutschen Frauen das Stimmrecht erhalten.