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Chronik der Neuen Frauenbewegung

Die Chronik dokumentiert die Entstehung und Entwicklung der Neuen Frauenbewegung in den ersten zehn Jahren: von 1969 (dem Vorfrühling) über 1971 (dem Start) bis 1979.

Das Besondere dieser Chronik ist die Tatsache, dass darin hunderte von Dokumenten aus Hinterlassenschaften der Aktivistinnen eingeflossen sind: Fotos, Flugblätter, Protokolle, Presseberichte. Diese Dokumente hat der FrauenMediaTurm in seinem Foto- und Plakatarchiv sowie seiner Pressedokumentation gesammelt, die allein über tausend Ordner füllt. Nur ein Bruchteil der Dokumente konnte in die virtuelle Chronik einfließen. Vertieft werden kann die Recherche im FrauenMediaTurm, wo die 'Chronik der Neuen Frauenbewegung' mit Dokumenten in 25 Aktenordner plastisch dokumentiert ist.

Ein Tomatenwurf wird zum Symbol für das Aufbegehren der Frauen in der linken, studentischen APO. Die Genossinnen wollen nicht länger nur die ganze Welt befreien, sondern auch sich selbst.

Der Kampf gegen das Abtreibungsverbot wird in ganz Westeuropa zum Auslöser der Frauenbewegung. Mit ihrem Start im Frühling 1971 sind die Westdeutschen Frauen die letzten, die aufbegehren.

"Frauen gemeinsam sind stark" lautet jetzt die Losung. Aus dem Kampf gegen den § 218 wird eine vernetzte Frauenbewegung, die sich bewusst "autonom und ohne Männer" organisiert.

Mit phantasievollen und provokanten Aktionen schafft die Frauenbewegung Öffentlichkeit. Homosexuelle Frauen, die zuvor mit Männern organisiert waren, stoßen zu den Feministinnen.

Der Kampf um die Fristenlösung wird gewonnen - und wieder verloren. Die Frauenbewegung feiert erste Feste. Der zunächst relativ wohlwollende Ton der (Männer-)Medien verschärft sich.

Die UNO erklärt das 'Jahr der Frau', die Frauenbewegung das 'Jahr der Frauenkämpfe'. Nach Abtreibung und Arbeit stehen jetzt die Themen Sexualität und Liebe auf der Tagesordnung.

Die Gewalt gegen Frauen wird zum zentralen Thema. In Berlin öffnet das erste Frauenhaus seine Pforten. Studentinnen und Akademikerinnen fordern Frauenstudien an allen Universitäten.

EMMA und Courage erscheinen. Damit haben Feministinnen erstmals eine überregionale, öffentliche Stimme. Die Einheitsfront der Bewegung differenziert sich in unterschiedliche politische Strömungen.

Die Klage gegen die sexistischen Titelbilder des Stern macht den beginnenden Kampf gegen Pornografie populär. Autonome Feministinnen und traditionelle Frauenpolitikerinnen suchen den Austausch.

Die Frauenbewegung löst sich im politischen Sinne auf. Sie tritt den Gang in Projekte und durch die Institutionen an - oder den Rückzug in die neue Innerlichkeit. Feminismus ist allgegenwärtig.