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FrauenMediaTurm
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Bayenturm / Rheinauhafen
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Femen gegen Burka, 2012
Flugblatt, Oldenburg, 1977
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Britische Suffragette, 1907
Forscherin Clees, 2008

FMTvisuell mit 8.000 Bildern online

Mit rund 8.000 Bildern – Fotos, Flugblättern, Plakaten – geht der FrauenMediaTurm pünktlich zum 8. März online. Parallel zur Literaturdatenbank mit ihren über 60.000 verschlagworteten Texten stellt der FMT damit bereits archivierte sowie zusätzlich recherchierte visuelle Dokumente ins Netz. Sie sind ab sofort nach Namen, Ereignissen und Quellen recherchierbar. Es ist unserer Kenntnis nach das erste Mal (zumindest in Europa), dass ein politisches Archiv systematisch nicht nur Texte, sondern auch Bilder in diesem Umfang online öffentlich macht. Warum?
Wir leben in einem visuellen Zeitalter. Bilder sagen oft mehr als Worte. Und gerade das Frauenbild wird im 21. Jahrhundert vor allem von Bildern geprägt: von Barbie bis zu „Germanys next Topmodel“ oder der Top-Managerin. Bilder von Top-Frauen aber sind häufig kaum auffindbar oder nur im Greisenalter (historisch) bzw. manipulativ. Bilder können lügen wie Texte. Dem setzt der FMT jetzt Bilder entgegen, die weiblichen Persönlichkeiten umfassend gerecht werden. Und die für Frauen wichtige Ereignisse dokumentieren.
Eine wirkliche Entdeckung in FMTvisuell sind die 600 Flugblätter und 200 Plakate. Manche sind fast hundert Jahre alt oder auch ganz aktuell, die meisten jedoch aus den 1970er und 1980er Jahren, dem Aufbruch der Neuen Frauenbewegung. Diese Dokumente sind oft der erste und direkteste Ausdruck der frühen Feministinnen und von einem mitreißenden Elan. Auch dieser Fundus ist von nun an online recherchierbar und bietet so JournalistInnen, ForscherInnen wie Politikmachenden unmittelbare Einblicke in die Geschichte der Frauen.
Ein Schwerpunkt von FMTvisuell sind Porträts von Pionierinnen gestern und heute: Feministinnen, Menschenrechtlerinnen, Politikerinnen, Künstlerinnen, Schriftstellerinnen, Forscherinnen, Sportlerinnen etc. Prominente wie (bisher) weniger bekannte Frauen.
Schon das Aufspüren und Auswählen dieser Fotos und Flugblätter war eine wahre Pionierarbeit. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt FMTvisuell läuft seit sechs Jahren und wird auch in Zukunft laufend ergänzt und aktualisiert werden. Anklickbar sind sowohl Fotos von den Suffragetten wie von den Femen, oder Events vom Slutwalk 2012 bis zum Märtyrertod von Emily Davison. Sie warf sich am 4. Juni 1913 bei einem Pferderennen in London auf die Rennbahn und vor die Hufe des Pferdes vom König, um so gegen die Verweigerung des Frauenwahlrechts zu protestieren.
Bereits im Herbst 2008 hatte der FMT im Zuge des Projektes FMTvisuell ein Symposium und eine Ausstellung zu „Frauen, die forschen“ veranstaltet. Auf dem Symposium, eingeleitet von (Ex)Bundesbildungsministerin Annette Schavan, sprachen Referentinnen über die bildliche Darstellung von Frauen; Frauen, die aus eigener Erfahrung oder aus ihrer Forschung nur zu genau wissen, welche Bedeutung Bilder haben: von Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard bis hin zur Medienwissenschaftlerin Christina Holtz-Bacha.
Gleichzeitig waren im Turm 25 überlebensgroße Exponate von Wissenschaftlerinnen ausgestellt, die diesmal nicht dargestellt waren wie die Assistentin vom Professor oder die graumäusige Forscherin. Die Fotografin Bettina Flitner hatte ihren „anderen“ Blick auf die Forscherinnen gerichtet – und sie als die aufregenden, kreativen Frauen abgebildet, die sie sind und sein müssen, wenn sie wahre Pionierinnen in der Forschung sind. (Die Ausstellungsexponate touren seither durch Museen und Bildungsorte und geben immer wieder Anlass zu lebhaften Diskussionen.)
FMTvisuell versteht sich mit dieser öffentlichen Dokumentation der Fotos als Mittlerin: zwischen den Interessierten in Medien wie Forschung einerseits, sowie den FotografInnen bzw. RechteinhaberInnen andererseits. Der FMT konnte diese Pionierarbeit nur stemmen dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit FotografInnen sowie namhaften Archiven und Agenturen.
Die Geschichte der Frauen ist geprägt von Vergessen und Manipulation. Von nun an hält der FrauenMediaTurm nicht nur mit Texten, sondern auch mit Bildern dagegen. Denn Geschichte vermittelt sich nicht nur mit Worten, sondern auch – und vielleicht vor allem – in Bildern. Jetzt kann auf FMTonline die Geschichte und Gegenwart der Frauen auch bildhaft recherchiert werden. Zur Bildrecherche


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